Neben den Einträgen, Rezept-Ideen und Weinempfehlungen der letzten Tage soll bei allem Enthusiasmus von mir bzw. uns nicht der geschulte Blick und die Erfahrung der Profis außen vor und vergessen werden.
Ich habe zwar recht häufig darauf aufmerksam gemacht, dass die eindeutigen Grenzen verwischen, die früher klar geregelt haben welcher Wein zu welchem Essen passt. Jedoch gibt es natürlich gewisse Grundregeln die als Fundament dienen, um fundiert bewerten zu können ob der ausgewählte Wein zum Gericht passen könnte.

Die Empfehlungen und Tipps eines Profis haben wir in diesem Beitrag noch einmal kurz zusammengefasst. Es soll allerdings auch vorher darauf hingewiesen sein, dass im Folgenden keine Gesetze, sondern lediglich Anhaltspunkte genannt und beschrieben werden.

Ein Umbruch in der Weinlandschaft geschieht vor allem durch die Einfuhr australischer oder amerikanischer Weine nach Europa und Deutschland. Diese sind zwar in der Regel nicht kompliziert zu handhaben, allerdings vergrößern sie den Pool aus dem bei der Weinauswahl geschöpft werden kann.
Dieser Aufschwung wurde erstmals in den 1970er Jahren in Paris deutlich. Damals gelang es einem kalifornischen Rotwein sogar die europäische Elite zu schlagen.

Seitdem nähern sich ihre Weinstile wieder an. Winzer aus dem europäischen Raum waren und sind immernoch begeistert von den unkomplizierten, fast spielerisch wirkenden Fruchtaromen der Weine der neuen Welt. Gleichzeitig versuchten die amerikanischen Weingüter in ihr Portfolio Weine aufzunehmen, die ähnlich kühl und elegant wirken, wie beispielsweise ein Bordeaux.

Doch welcher Wein passt nun am besten zum Abendessen? Grundsätzlich sollte man experimentierfreudig sein und das bevorzugen, was einem selbst am besten schmeckt. Festhalten kann man sich dabei an dem Eindruck, dass zu gebratenem oder gegrilltem Fleisch wohl eher ein Cabernet Sauvignon, Merlot oder Shiraz passt, während man bei einem Schmorgericht eher einen Pinot noir als Begleiter reicht. An genau dieser Stelle vergessen aber viele, dass auch die Soße oder die Art und Weise wie das Fleisch gewürzt wurde eine Rolle spielen. So würde zum Ketschup des Grillfleisches wohl eher ein amerikanischer, kraftvoller Rotwein passen.

Zu Pasta, Pilzen oder Creme-Suppen wie auch zu Sahnesoße passt ein Chardonnay wohl sehr gut. Der gleiche Wein funktioniert aber gleichermaßen auch bei einem Kalbsfilet. Die Beilage muss stimmen.

Bleibt noch der Fisch, zu dem nach bisherigen Vorstellungen ein kräftiger Weißwein die Pflicht zur Kür war. Nun hört und liest man immer häufiger, dass auch ein leichter Rotwein gelingt. Auch beim Fisch ist wieder wichtig wie fetthaltig beispielsweise die Soße ist und welches Gemüse die Beilage zum Fisch darstellt. So passen zum gleichen Fisch sowohl ein Sauvignon Blanc aus dem Stahltank, als auch ein im Barrique-Ausbau kekelterter Chardonnay.

Der Profi auf den sich diese Informationen begründen darf übrigens anonym bleiben.

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