In den folgenden Tagen werden wir, soweit möglich, einen Beitrag mit einem Menü und einen Beitrag mit einigen Informationen rund ums Thema Wein veröffentlichen. Diesen Reigen eröffnen wir genau jetzt.

Wein besteht zu 80-85% aus Wasser. Neben diesem Hauptbestandteil ist der Alkohol ein wesentlicher Inhaltsstoff. Alkohol hat im Hinblick auf diverse Suchtkrankheiten immer wieder einen schweren Stand. Jedoch wissen Ernährungswissenschaftler seit etwa 2001, dass der im Wein enthaltene Alkohol nicht grundsätzlich ungesund ist. Im Gegenteil: Der Alkohol des Weines kann der Gesundheit durchaus förderlich sein. So konnte sogar die amerikanische Bundesregierung 1996 in ihren Gesundheitsrichtlinien feststellen, dass der tägliche Konsum einer gewissen Menge Alkohol der Gesundheit förderlich ist.

Den gesundheitsförderlichen Auswirkungen des Weinkonsums kamen die Wissenschaftler bei der Untersuchung des “französischen Paradoxes” auf die Spur. Einerseits sind die Franzosen mit einem Konsum von nahezu 60 Litern Wein pro Kopf und Jahr die durstigsten Weintrinker der Welt. Die Gerichte ihrer Küche sind meistens äußerst fetthaltig und daher reich an schädlichen Cholesterinen. Dennoch haben die Forscher bei den Franzosen vergleichsweise weniger Herz-Kreislauf-Erkrankungen als bei den in vieler Hinsicht gesundheitsbewussten US-Amerikanern. Dabei sollte man sich von dem Eindruck der Fast-Food-Ketten nicht täuschen lassen.
Zu Beginn dieses Jahrtausends konnte einwandfrei bewiesen werden, dass der Weinkonsum für dieses Paradox verantwortlich ist.Dabei war eine bahnbrechende Untersuchung zum Zusammenhang von Weinkonsum und Herzerkrankungen die “Kopenhagen-Studie”. Danach verringert sich bei mäßigem Weinkonsum die Gefahr eines Herzinfarktes gegenüber entschiedenen Abstinenzlern um 60 Prozent, das allgemeine Sterblichkeitsrisiko immerhin noch um 50 Prozent.
Die ideale Menge wird bei Frauen, mit Ausnahme derer die schwanger sind, mit 0,25 Liter, bei Männern mit 0,4 Litern Wein täglich beziffert.

Bei einer höheren Dosierung des Alkohols verkehrt sich die schützende Wirkung des Weins jedoch ins Gegenteil. Ab einem Liter pro Tag ist die förderliche Wirkung komplett aufgehoben. Neben der Suchtgefahr zeigt sich auch bei der französischen Bevölkerung ein wesentlich höherer Anteil an Lebererkrankungen als bei den Menschen westlich des Atlantiks.

Insgesamt hat Wein über eintausend verschiedene Inhaltsstoffe. Vor allem die Spurenelemente Eisen, Magnesium und Kalium sowie die Vitamine des Weines tragen zu einer gesunden Ernährung bei. Doch die gesündesten Stoffe im Wein sind ohne Zweifel die “Polyphenole”. Dabei handelt es sich um vielfältige chemische Verbindungen, die vor allem in den Traubenstielen, -schalen und -kernen vorkommen und das Immunsystem der Weinbeeren bilden. Sie sorgen bei einer Verletzung der Beerenhaut für eine schnelle Wundheilung und können Parasiten und Pilze abwehren.
Vor allem aber sind sie in der Lage, Reaktionen mit Sauerstoff in den menschlichen Körperzellen zu verhindern. Rostlöcher in einem Auto sind schließlich auch nichts anderes als die Folge einer Reaktion des Stahlbleches mit Sauerstoff.

Am höchsten ist die Konzentration der wichtigen “Polyphenole” in Cabernet-, Sauvignon- und Spätburgunder-Trauben aus den kühleren Anbaugebieten. Das Geheimnis des Weins liegt nur darin, dass die “Polyphenole” durch den Alkohol im Wein bestens konserviert werden.

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